Henry Wulff – Das Prinzip Hoffnung

Das Prinzip Hoffnung

Henry Wulff

Der Mensch ist ein Mangelwesen par excellence. Er schmiedet Pläne für die Zukunft, um seine Existenz zu sichern, lebt im dauerhaften Vorgriff auf die Gegenwart, die nur besteht, weil er ihr vorauseilt. Das Leben reflektieren und planen, um dem Mangel zu entfliehen. Neue Ideen werden aus der Not geboren. Der Mangel zeigt sich als Mutter aller Utopien. Wer in der Gegenwart überleben will, muss sie vorausdenken, Bilder entwerfen, Vorstellungen entwickeln – Utopie konzipiert als antizipierte Realität.
 

Im Spannungsfeld zwischen gegenwärtiger Realität und vorausgedachter Realität setzt sich der Autor mit deren Nähe und Distanz auseinander. Er schafft einen Raum, der das Utopische greifbar erscheinen lässt, die „bessere Welt“ im Diesseits verankert und der die Hoffnung auf das Ende aller Not beschreibt.

Henry Wulff

 

1970 in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Seminare an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und der Fotoschule Wien. Gruppenausstellung zum Europäischen Monat der Fotografie 2014. Angekommen in Potsdam 2017. Seither Projektarbeiten an der Kunstschule Potsdam und am Photocentrum „Gilberto Bosques“.

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